Die Erfolgsgeschichte der Bundesliga

Der 28. Juli 1962 ist ein geschichtsträchtiges Datum, denn dieser Tag gilt als die Geburtsstunde der Bundesliga. An diesem schönen Sommertag kamen die Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes im Goldsaal der Dortmunder Westfalenhalle zusammen. Die Delegierten der einzelnen Landesverbände des DFB beschlossen hier die Gründung der Bundesliga – die deutliche Mehrheit sprach sich für die Einführung dieser höchsten deutschen Spielklasse als erste gesamtdeutsche Fußballliga aus.

Startschuss für die Bundesliga

Nur knapp ein Jahr später fand am 24. August 1963 der erste Spieltag in der Geschichte der Bundesliga statt. Nach nicht einmal einer Minute Spielzeit erzielte der Dortmunder Timo Konietzka das allererste Bundesliga-Tor. Die Idee für eine einheitlich strukturierte bundesweite Liga entstand bereits viel früher, es sollten jedoch mehrere Jahrzehnte bis zu ihrer entgültigen Realisierung vergehen.

Erste Visionen

Die ersten Pläne für eine gesamtdeutsche Fußballliga gab es bereits in den 1930er Jahren. 1932 äußerte der damalige DFB-Präsident Felix Linnemann den Wunsch nach einer landesweiten Liga, in der die besten deutschen Vereine um einen Meisterschaftstitel spielen sollten. Bei den Regionalverbänden stieß er mit diesen Plänen jedoch zunächst auf Ablehnung.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurden in zahlreichen westdeutschen Vereinen wieder die Fußballschuhe geschnürt und der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Die damaligen Vereine spielten in mehreren Oberligen der damals höchsten Spielklasse. Anschließend spielten die Meister der einzelnen Oberligen weiter den deutschen Meister unter sich aus. In der DDR spielten die besten Vereine bereits ab der Saison 1949/50 in einer einheitlichen landesweiten Liga.

Schon zu dieser Zeit sprach sich unter anderem der damalige Präsident des 1. FC Kölns, Franz Kremer, für eine gesamtdeutsche Profiliga aus. Trotz mehrerer prominenter Fürsprecher in den Reihen des Profi-Fußballs in Deutschland wurde der Vorschlag Kremers auf der DFB-Sitzung im Jahr 1958 abgelehnt.

Die neue landesweite Profiliga

Erst nach dem enttäuschenden Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1962 in Chile hatten die prominenten Fürsprecher Erfolg mit ihrem Anliegen. Die neue landesweite Profiliga sollte insgesamt 16 Mannschaften stark sein, wobei jeweils fünf Mannschaften aus der Oberliga Süd und West sowie drei Vereine aus der Nord-Staffel, zwei aus der Oberliga Südwest und ein Verein aus der Stadtliga Berlin aufgenommen werden sollte. Die Auswahl der Mannschaften erfolgte nach sportlichen und wirtschaftlichen Kriterien. Unter anderem wurden alle Ergebnisse der vorangegangen Oberliga-Spielzeiten berücksichtigt. Es durfte zudem nur ein Verein pro Stadt der Bundesliga beitreten.

Der erste deutsche Meister der Bundesliga: 1.FC Köln

Zirka drei Monate nach Ernennung der ausgewählten 16 Mannschaften hieß es "Anpfiff" in insgesamt acht Stadien, in denen zusammengenommen rund 327.000 Zuschauer den ersten Spieltag der Bundesliga verfolgten. Am Ende der Saison wurde der 1. FC Köln der erste Deutsche Meister der Bundesliga-Geschichte.

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